Niveau auf der Rambla

Hier malt einer Portraits, dort bewegt sich eine menschliche Statue, gegenüber serviert ein Kellner Paella. Auf der Rambla Barcelonas tummeln sich täglich tausende Touristen, Einheimische, Artisten, Arbeiter, Nachtschwärmer. Nun soll mehr Ordnung in das Treiben kommen.

Es mag lustig klingen, die Stadt nimmt es aber sehr ernst: Sie will mehr Niveau und Ordnung auf die Rambla bringen. Ab November greift der neue Plan „Pla d’Inspecció de la Rambla (PIR)“. Darin sind unter anderem folgende Ziele festgeschrieben: Maler auf der Straße sollen nur dann eine Lizenz bekommen, wenn sie strengere Qualitätskriterien erfüllen. Anzeigetafeln und Schilder der Restaurants dürfen nur an bestimmten Stellen stehen. Strengere Kontrollen von Flyer-Verteilern, von Verkäufern und Musikern.

Die Rambla hat den Ruf der gefährlichsten Straße Barcelonas, weil hier besonders viele Taschendiebe unterwegs sind. Mit dem neuen PIR soll auch hier eine bessere Überwachung stattfinden und mehr Polizei vor Ort sein. Ob sich dadurch jedoch wirklich eine Verbesserung erzielen lässt, bleibt zweifelhaft. Immerhin die Kleiderordnung auf der Rambla hat die Polizei inzwischen im Griff, halbnackte Touristen sind nur noch sehr selten zu sehen.