Kürzere Öffnungszeiten sind Pflicht

Ab dieser Woche haben Supermärkte in Katalonien nicht mehr so lange geöffnet. Laut spanischem Gesetz dürfen Läden zwar seit Juli 90 Stunden pro Woche öffnen, laut katalanischem sind es aber weiterhin nur 72. Eine entsprechende katalanische Regelung trat am Montag in Kraft. Einige Supermärkte hatten nach der Gesetzesänderung im Juli auch ihre Öffnungszeiten in Katalonien geändert, müssen sie nun aber wieder kürzen.

Vor allem trifft es große Supermarktketten wie Alcampo und Carrefour. Diese haben finanziell und personell leichter die Möglichkeit, länger zu öffnen, als kleine Läden. Seit dieser Woche heißt es nun aber auch dort wieder: Von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Davor verkaufte Alcampo zum Beispiel von 9 bis 22 Uhr, also 13 Stunden täglich und 78 Stunden wöchentlich, was über das katalanische Gesetz hinausgeht.

Außerdem weist die Generalitat mit der neuen „alten“ Regelung der Ladenöffnungszeiten auch darauf hin, dass in Katalonien weiterhin nur an acht Feiertagen im Jahr geöffnet werden darf (spanienweit sind es zehn) und dass die Periode der Rebajas (Schlussverkäufe) nur zwischen dem 7. Januar und 6. März, beziehungsweise 1. Juli und 31. August erlaubt sind. In anderen Regionen beginnen die Rebajas zum Teil schon früher, zum Beispiel in Madrid am 2. Januar.