Neues Kapitel des Freizeitparks auf dem Tibidabo

Freizeitpark auf dem TibidaboÄltester Freizeitpark Spaniens, ein totes Mädchen, ein neues Riesenrad. Der Parc d’atraccions auf dem Tibidabo schreibt weiter an seiner abwechslungsreichen Geschichte. 2012 sind die Besucherzahlen erstmals wieder gestiegen und so liegt die Privatisierung bis auf Weiteres auf Eis. Im aktuellen Kapitel des Freizeitparks steht ein neues Riesenrad  – das vierte seit seiner Eröffnung.

Der Tibidabo ist der Hausberg Barcelonas und bietet auf 500 Metern einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt. Seine Wanderwege sind bei Joggern, Spaziergängern und Touristen sehr beliebt, vor allem, weil auf der Spitze gleich zwei Attraktionen warten: Die Kirche Iglesia del Sagrat Cor mit riesiger Jesus-Statue und der Parc d’atraccions del Tibidabo – der älteste Freizeitpark Spaniens.

1899 erbaut und 1901 eröffnet, ist der Parc d’attraccions zudem der zweitälteste Freizeitpark Europas und einer der traditionsreichsten der Welt. Über ein Jahrhundert lang galt er als Vorbild für andere Vergnügungsparks in Spanien und Europa, auf Grund seiner privilegierten Lage und der abwechslungsreichen Attraktionen.

2010 dann der Zusammenbruch: Der Arm des Fahrgeschäfts „El Péndulo“ löst sich und reißt ein 15-jähriges Mädchen in den Tod, weitere Mitfahrer werden schwer verletzt. Zweifel am Park werden laut, der magische Berg („Muntanya Màgica“) verliert seinen Zauber. Zur Modernisierung werden Millionen Euro gebraucht, die Stadt drängt auf eine Privatisierung. Doch erstaunlicherweise erholt sich der Tibidabo bald. 2012 fehlen zwar noch 80.000 Besucher zu den notwenigen 600.000, aber immerhin werden keine ganz so tiefroten Zahlen mehr geschrieben.

Die Privatisierung liegt nach Angaben der Stadt daher derzeit auf Eis. Im Juli 2013 soll ein neues Riesenrad eröffnet werden, mit 20 Metern Durchmesser und 16 Gondeln. Es ist das vierte Riesenrad in der Geschichte des Parc d’atraccions del Tibidabo und wird an der gleichen Stelle stehen wie sein ältester Vorgänger. Als Vorbild dienen inzwischen andere Freizeitparks, seine Einzigartigkeit wird der Tibidabo aber auf jeden Fall behalten.