Gefährliches Pflaster

Es kann anscheinend nicht genug Warnhinweise geben. Im Jahr 2012 stieg die Zahl der Verkehrsunfälle in Barcelona wieder an. Insgesamt 9.255 Unfälle mit 10.985 Verletzten verzeichnet die Stadt, ein Anstieg um über 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 30 Personen verunglückten tödlich.

Einer von drei Verkehrstoten in Barcelona ist zu Fuß unterwegs. Achtung! Wir alle sind Fußgänger.

Einer von drei Verkehrstoten in Barcelona ist zu Fuß unterwegs. Achtung! Wir alle sind Fußgänger.

Die Aufschrift, die die Fußgängerüberwege an vielen Hauptstraßen Barcelonas ziert, „einer von drei Verkehrstoten ist Fußgänger“ bleibt weiterhin aktuell. Jeder zweite ist allerdings Motorradfahrer. Tendenziell werden in Spanien mehr Ampeln bei rot überquert und Stoppschilder überfahren, als zum Beispiel in Deutschland. Die Hauptursachen für Unfälle bleiben allerdings zu nahes Auffahren und Spurwechsel. Das ist vor allem für Motorrad- und Fahrradfahrer gefährlich. 691 mal waren Fahrradfahrer involviert, 32 Prozent mehr als im Vorjahr.

Barcelona bewegt sich mit diesen Daten im Mittelfeld der europäischen Großstädte. Der Leiter des Verkehrsbüros in Barcelona, Joan Aregio, machte auf einer Pressekonferenz am Dienstag allerdings deutlich, dass die Zahl unbedingt sinken müsse. In der gesamten EU werde hart an einer Verringerung der Unfälle gearbeitet und so auch in Barcelona. Allerdings gab es bereits in dieser Woche wieder Verkehrsunfälle mit insgesamt drei Toten in der Stadt. Proportional zur Bevölkerung starben 2011 in Spanien 50 Personen, in Deutschland 49 bei Verkehrsunfällen. Vorreiter ist proportional gesehen Großbritannien mit 32 Verkehrstoten, Schlusslicht Polen mit 109.