3.000 Stunden Stau

Ein durchschnittlicher Autofahrer Barcelonas verbringt ca. 3.000 Stunden seines Lebens im Stau. Und das allein in dieser Stadt. Wie der Stau-Index 2012 von Tom Tom ergeben hat, erreichen Autofahrer ihr Ziel mit einer durchschnittlichen Verspätung von 25 Minuten pro Stunde. Damit ist Barcelona wie schon im Vorjahr die Stadt mit den meisten Staus in ganz Spanien.

Tom Tom wertet für den sogenannten „Congestion Index“ jährlich Daten von über 25 Millionen mit dem Internet verbundenen Navigationsgeräte in Europa und den USA aus. Dabei wird von einem Mittelwert für normalen Verkehrsfluss ausgegangen. In Barcelona kommt man 2012 um 19 Prozent langsamer voran, als bei normalem Verkehrsfluss. In anderen europäischen Städten ist die Situation allerdings noch um einiges schlimmer. Warschau liegt mit 42 Prozent Verzögerung ganz vorne, es folgen Rom und Brüssel mit 34 Prozent. Die Stadt mit den meisten Staus in Deutschland ist Hamburg mit 27 Prozent Verzögerung.

In Barcelona ergibt sich auf Grund der Hitze im Sommer eine besonders große Gefahr für Luftverschmutzung und Smog bei langen Staus und hohem Verkehrsaufkommen. Wenn dann auch noch Saharastaub in der Luft liegt, werden leicht die Grenzwerte für Luftverschmutzung überschritten. Die Stadt hat das Problem erkannt und fördert Alternativen zum Auto, zum Beispiel mit dem Fahrradverleih-System „Bicing“ und neuen Buslinien. Außerdem soll die Zahl der Elektro-Fahrzeuge in den nächsten Jahren deutlich erhöht werden. Dadurch wird zwar der Stau nicht verringert, aber zumindest der Smog.