Hier laufen auch Clowns und Dalmatiner

Der Corte-Ingles-Lauf führte über den Plaça Espanya auf den Montjuic. Foto: E. Villanueva

Der Corte-Ingles-Lauf führte über den Plaça Espanya auf den Montjuic. Foto: E. Villanueva

Katalanische Unabhängigkeitsfahnen als Rock oder Stirnband lagen dieses Jahr beim Corte-Inglés-Lauf besonders im Trend. Sportdress mal anders. Bei diesem Stadtlauf durch Barcelona geht es nicht nur um Schnelligkeit, sondern vor allem um Spaß und den guten Zweck. Einige verkleideten sich zum Beispiel als Clowns. Die letzten Jahre war auch immer ein Mann im Dalmatiner-Outfit dabei – zusammen mit seinem Dalmatiner natürlich. Die große Masse der Teilnehmer nutzt die elf Kilometer lange Strecke zum Joggen oder Spazieren gehen mit Freunden.

Ein paar ganz Ambitionierte stellen allerdings auch neue Rekorde auf. Der Marokkaner Mohamed Benhmbarka hat den Lauf zum fünften Mal in Folge gewonnen, so oft, wie noch keine zuvor. Er benötigte 32:53 Minuten für die elf Kilometer. Mit 72.047 lag die Teilnehmerzahl außerdem weit über der des Vorjahres. Nach Meinung der Organisatoren war die 35. Ausgabe des Corte-Inglés-Laufs ein voller Erfolg.

Es ist vor allem ein Lauf für die „ganz normalen“ Bewohner Barcelonas. Die Teilnahme kostet nichts, das Event wird rein für den guten Zweck und Publicity veranstaltet. Dieses Jahr drehte sich alles um das Thema Schlaganfall. Eine Stiftung (Fundació Ictus), die sich um Patienten kümmert, verteilte Informationsmaterial über Schlaganfälle und Maßnahmen zur Vorbeugung. In den Vorjahren wurde unter anderem für das Rote Kreuz und die Aids-Hilfe gelaufen.

Eine Gruppe Spaziergänger auf dem Weg ins Ziel. Foto: E. Villanueva

Eine Gruppe Spaziergänger auf dem Weg ins Ziel. Foto: E. Villanueva

Auf einer malerischen Strecke haben die Läufer 2,5 Stunden Zeit, ins Ziel zu kommen. Sie führt über große Straßen Barcelonas vom Plaça Catalunya über den Montjuic und durch das Olympiastadion. Die meisten Teilnehmer brauchten heute rund eine Stunde. Zusammen mit ihren Freunden und Kindern, mit Kinderwägen, Rollstühlen oder Hunden begaben sie sich auf die Strecke. Bei strahlendem Sonnenschein genossen sie das Event. Denn dazu ist es da.