Sant Jordi füllt die Stadt mit Rosen und Büchern

Rosen, Rosen-Ohrringe, Rosen-Lollis. Bücher, gebrauchte Bücher, signierte Bücher. Heute dreht sich alles nur um R&B, Rosen und Bücher. Es ist Sant Jordi, die katalanische Version des Valentinstags. Der Brauch will es so, dass die Männer an diesem Tag den Frauen Rosen schenken und die Frauen den Männern ein Buch. Ein so schöner Brauch und gleichzeitig ein so kommerzielles Riesenereignis.

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Da sind die Studenten, die an kleinen Ständen Rosen für 3 Euro verkaufen und sich an einem Tag 1.000 Euro verdienen. Künstlerinnen, die Rosen aus Filz genäht haben. Autoren, die in einem Marathon verschiedene Buchläden abklappern und überall Autogramme geben. Es ist ein Tag des Gebens, der kleinen Freuden und aufmerksamen Geschenke. Ein sehr romantischer Tag. Aber zum Teil auch ein stressiger.

Eine Stunde Anstehen für ein Autogramm von Carlos Ruiz Zafón. Plötzlich sind da tausende Menschen, die Bücher und Rosen kaufen wollen. Die Innenstadt platzt aus allen Nähten. Vor allem durch die Rambla de Catalunya, Passeig de Gràcia und die Rambla schiebt sich die Masse. 6 Millionen Rosen werden heute in Katalonien verkauft. Oft bekommt man sie auch gleich vom Buchladen geschenkt, wenn man etwas kauft. Die Geschäfte locken mit 10 Prozent Rabatt und machen fast ihren halben Jahresumsatz an Sant Jordi. Bäckereien verkaufen typisches Brot mit Sobrasada und Gebäck in Form des Heiligen Jordi.

Wer der Masse entflieht, kann den Tag dann aber richtig genießen: Zum Beispiel mit einem Picknick in der Sonne, einem guten Buch und dem begleitenden Duft einer Rose.  Sant Jordi sei Dank!